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Stolpersteine reinigen

Das Jugendparlament hat am 07.04.2021 die Stolpersteine in Fürstenau gereinigt, damit sie in neuem Glanz erstrahlen konnten. 

Dazu hat Jürgen Schwietert einen Artikel in der NOZ veröffentlicht, den ihr euch hier gerne ansehen könnt, sofern ihr ein Abonnement habt. 

 

 

 

Gesellschaftsspielverleih

Ab jetzt könnt ihr Spiele in der Roten Schule spiele ausleihen!

Welche Spiele es genau sind könnt ihr hier sehen:

Übersicht der Spiele – Jugendpflege Samtgemeinde Fürstenau (jugendpflege-fuerstenau.de)

Altes Geschehen sollte nicht in Vergessenheit geraten

Nach genau diesem Motto haben wir vom JuPa uns gerne bereiterklärt, die 50 Stolpersteine in Fürstenau zu reinigen. Diese erinnern an jüdische Mitbürger, die in der NS-Zeit fliehen mussten oder ermordet wurden.  Es ist wichtig, sich auch heute noch mit den schlimmen Handeln und Folgen der Nazizeit auseinanderzusetzen, damit so etwas nicht wieder passiert. Durch den neuen Glanz der Stolpersteine werden die Bürger wieder auf die Gleichschaltung und Diskriminierung von Menschen hingewiesen. Die Diskriminierung von Minderheiten ist auch heute noch ein wichtiges Thema, da jeder Mensch ein gutes und gerechtes Leben unabhängig von seiner Herkunft oder auch dem Glauben haben sollte. Leider müssen viele Menschen auch heute noch Diskriminierung oder auch Rassismus erfahren. 

Das Reinigen der Stolpersteine war für uns deshalb sehr wichtig und hat auch dafür gesorgt, dass die Geflohenen und Ermordeten einen Namen tragen. Jeder einzelne Stein gibt Informationen hinter dem Namen und so ist man diesen Personen näher. Es gibt so viele Juden, die lange Zeit in Angst gelebt haben und denen schreckliche Dinge widerfahren sind. Dies hat nicht nur für Anne Frank und andere bekanntere jüdische Menschen gegolten, sondern für jeden einzelnen. Denn auch in Fürstenau gab es die Hitlerjugend (HJ), die Jungmädel (JM), den Bund der deutschen Mädel (BDM), die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) und die Wehrmacht.

Bernd Kruse, der für die Reinigung der Stolpersteine im Umkreis Osnabrück kümmert, hat uns Bilder aus der damaligen Zeit (1930er bis 1940er) erklärt und uns viel darüber erzählt. Wir konnten dadurch noch zu unseren Schulkenntnissen dazulernen, da diese sich nicht speziell auf Fürstenau beziehen. Eine Empfehlung von ihm war das Buch "Wir waren doch Freiwild" von Bernhard Süskind. Es erzählt die Geschichte und Entwicklung von der Unterdrückung über Verfolgung bis Ermordung der Juden in Fürstenau. So wird die Geschichte von unserem Heimatort erzählt. Das Buch kann man sich in der Samtgemeindebibliothek Fürstenau ausleihen.

Das Jugendparlament wurde durch die Reinigung der Stolpersteine bereichert und möchte gerne weiterhin auf die Juden und ihre Ermordung und Verfolgung in Fürstenau hinweisen und freut sich auf zukünftige Reinigungen und die Zusammenarbeit mit Bernd Kruse, damit die Steine in neuem Glanz erscheinen.